Bürgerecke
Sie haben ein Wespen- oder Hornissennest bei ihnen? Viele denken zur Beseitigung des Nestes als erstes an die Feuerwehr. Viele Wespenarten, darunter auch die Hornissen, stehen aber unter Naturschutz.
Somit darf die Feuerwehr Wespen- oder Hornissennester nicht entfernen.
Zum Schutz von Personen können wir allenfalls kritische Bereiche absperren.
Wie kann ihnen dennoch geholfen werden? Dazu gibt es im Landratsamt Pfaffenhofen die Untere Naturschutzbehörde, die Sie als erstes kontaktieren sollten. Die Behörde stellt ihnen ehrenamtliche Hornissen- und Wespenberater zur Seite, die Sie beraten und unterstützen.
Die Untere Naturschutzbehörde ist zu Bürozeiten unter der Nummer +49 8441 27-309 zu erreichen.
Der Flyer über Hornissen und Wespen vom Landratsamt Pfaffenhofen gibt ebenfalls Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen und wie man sich in deren Nestnähe verhalten soll.
Alternativ: Rauchmelder, Brandmelder
Wie der Name bereits sagt, lösen Rauchmelder einen Alarm aus, sobald diese Rauch erkennen, um die Bewohner von Wohngebäuden zu warnen und ggf. aufzuwecken. In Bayern gilt seit 1.01.2013 eine Pflicht, Rauchmelder in Wohngebäuden anzubringen mit einer Nachrüstungsfrist bis 31.12.2017. Dies gilt auch in Bestandsbauten, die vor diesen Fristen erbaut wurden. Laut bayerischer Bauordnung müssen zumindest die Schlaf- und Kinderzimmer, als auch Flure mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Rauchmelder gibt es als Einzelmelder sowie als (funk)vernetzte Melder. Letztere lösen alle untereinander vernetzten Rauchmelder gleichzeitig aus, sobald nur einer davon Rauch erkennt. Dies ist besonders bei größeren Häusern sinnvoll, so dass man auch alarmiert wird, wenn die Gefahr bestünde einen weiter entfernten Rauchmelder zu überhören.
Sollten Sie noch keine oder keine vollständigen Rauchmelder in ihrer Wohnung oder ihrem Haus in Betrieb haben, können wir nur dringend raten, dies schnellstmöglich nachzuholen. Überprüfen Sie auch regelmäßig, ob sie noch funktionieren und achten Sie auf die Restlaufzeit. Brandmelder können über Leben oder Tod entscheiden. Bereits wenige Atemzüge von giftigem Brandrauch reichen aus, um ohnmächtig zu werden oder zu ersticken. Insbesondere im Schlaf hat man fast keine Chance ohne vorherige Warnung.
Viele Hilfreiche Tipps und weitere Informationen zu Rauchmeldern erhalten Sie auf der Seite Rauchmelder retten Leben.
Wie man sich bei Auslösen eines Rauchmelders verhalten soll
- Unternehmen Sie Löschversuche nur, wenn Sie sich dadurch nicht selbst gefährden.
- Bringen Sie sich und alle weiteren Personen in ihrem Haushalt schnellstmöglich nach draußen in Sicherheit.
- Schließen Sie, wenn möglich, sämtliche Fenster und Türen hinter ihnen, aber sperren Sie Türen nicht zu.
- Nehmen Sie ihre Schlüssel und ihr Handy mit. Halten Sie diese Gegenstände am besten immer am selben Platz griffbereit, so dass sie diese nicht suchen müssen.
- Warnen Sie weitere Personen in angrenzenden Wohnungen und helfen ihnen beim in Sicherheit bringen.
- Nutzen Sie bei der Evakuierung keine Aufzüge.
- Sollten Fluchtwege verraucht sein, begeben Sie sich an ein weit entferntes Fenster, öffnen dieses und machen sich laut bemerkbar.
- Rufen Sie, sobald Sie in Sicherheit sind, die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112.
- Gehen Sie nicht in ein brennendes Gebäude zurück.
Sie planen eine Veranstaltung und benötigen die Hilfe der Feuerwehr, um bestimmte Straßenabschnitte zu sperren oder abzusichern oder eine Brandwache aufzustellen?
Dann gehen Sie am besten wie folgt vor:
- Nehmen Sie Kontakt zu den Kommandanten der örtlich zuständigen Feuerwehr auf und schildern Sie ihr Anliegen.
- Füllen Sie danach den Antrag auf Absicherungsmaßnahmen aus und übergeben bzw. senden ihn an den Markt Reichertshofen.
- Planen Sie hierfür mehrere Tage im voraus ein, da die Genehmigung etwas dauern kann.
- Übergeben Sie uns eine Kopie des genehmigten Antrags entweder digital oder in Papierform.
- Halten Sie den genehmigten Antrag bei der Veranstaltung griffbereit, so dass Sie jederzeit die Rechtmäßigkeit gegenüber dritten nachweisen können.
- Wichtig: Für den Zufahrtschutz, also zum Schutz gegen absichtlichtes Einfahren in den abgesperrten Bereich, sind Sie als Veranstalter zuständig. Planen Sie hierzu entsprechende Fahrzeuge oder passendes Material ein. Feuerwehrfahrzeuge können hierzu nur bedingt eingesetzt werden.
Alternativ: Automatisierter Externer Defibrillator (AED), Laiendefibrillator oder schlicht Defi.
Bei einem Herzstillstand ist es wichtig, so schnell wie möglich Erste Hilfe zu leisten. Bereits jede vergangene Minute verringert die Überlebenschance um ca. 10%. Deshalb ist es elementar wichtig, so schnell wie möglich einen Notruf über die 112 abzusetzen und mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (kurz HLW) zu beginnen.
Defibrillatoren sind ein weiteres Hilfsmittel bei der Ersten Hilfe und eine gute Ergänzung zur HLW. Sie können zwar kein stehen gebliebenes Herz wieder in Gang bringen, jedoch das gefährliche Kammerflimmern erkennen und es durch gezielte Stromstöße beenden. Weiterhin geben automatisierte externe Defibrillatoren (kurz AED) wichtige verbale Hinweise und Handlungsaufforderungen für Laien während der Benutzung.

Wenn Sie in die Lage kommen, einer Person in Not mit Herzstillstand zu helfen, setzen Sie unverzüglich einen Notruf über die 112 ab und beginnen sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Parallel dazu ist es sinnvoll, eine weitere Person den nächstmöglichen öffentlichen Defibrillator holen zu lassen und diesen zu verwenden, bis der Rettungsdienst eintrifft. In Langenbruck befindet sich dieser im jederzeit betretbaren Vorraum der Sparkasse. Ein weiterer Defibrillator ist auf unserem Mehrzweckfahrzeug untergebracht, welches bei Wachbesetzung telefonisch oder über Notruf alarmiert werden kann.
Es gibt noch viele weitere Standorte von öffentlichen Defibrillatoren. Wir empfehlen ihnen, sich mit den Standorten in ihrer näheren Umgebung oder ihren Arbeitsstätten vertraut zu machen. Die genauen Lagen können Sie auf der Webseite des Definetz e.V. finden. Sie können die Karte über den Link Defikataster - Die Karte erreichen.
Diese Übersichtskarte können Sie ebenfalls mit der zugehörigen App "Defikataster" aufrufen. Sie ist besonders empfehlenswert, wenn man an Orten unterwegs ist, in der man kein Wissen über die Standorte der öffentlichen Defibrillatoren hat und womöglich einen benötigt.
Haben Sie keine Angst vor öffentlichen Defibrillatoren, sie sind für Laien einfach, unkompliziert und ohne Vorkenntnis zu bedienen. Sie werden von der ersten Minute an über Schaubilder und verbale Handlungsaufforderungen unterstützt. Wenn Sie sich näher mit den Defibrillatoren befassen möchten, empfehlen wir, einen Kurs zur Frühdefibrillation oder der Ersten Hilfe bei einem Rettungsdienst ihrer Wahl zu besuchen.